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Hunde |
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Allgemeines: Bevor Sie sich ein Tier anschaffen, sollten Sie sich mit seinen Lebensgewohnheiten vertraut machen. Viele Menschen wissen nicht, dass ein Tier viel Zeit benötigt und auch enorme Kosten mit sich bringen kann. Man sollte sich im Klaren ein, dass es sich um ein Lebewesen handelt und man seine Bedürfnisse respektieren muss. In dieser Broschüre finden Sie nützliche Tipps und Anregungen rund um den Hund. Um Ihren Hund richtig zu verstehen sollten Sie es jedoch nicht versäumen, sich weitere, im Zoofachhandel oder Bücherei erhältliche Lektüre anzueignen. Wenn Sie sich die beschriebenen Regeln zu Herzen nehmen, werden Sie sicher viel Spaß mit Ihrem Hund haben.
Der Hund stammt vom Wolf ab. Vor ca. 15 000 Jahren begannen Menschen mit den Wölfen zusammen zu leben. Der Mensch zähmte die Wölfe und sie dienten als Wärmespender, Wächter und Jagdkumpanen. Irgendwann griff der Mensch in die Vermehrung ein. Er ließ nur bestimmte Verpaarungen zu, um die erwünschten Eigenschaften der Tiere zu erhalten. Dieses wurde über mehrere Generationen hindurchgeführt. Durch diesen Mechanismus entstanden in über Jahrtausenden von Jahren die Familie des Hauswolfes. Heute gibt es weit mehr als 400 Hunderassen. Anschaffung: Bevor man sich einen Hund anschafft, sollte man sich vorher gründlich überlegen, ob ein Hund das richtige Haustier ist. Dazu sollte man sich folgende Fragen stellen und diese auch ehrlich beantworten. • Haben Sie sich grundlegendes Fachwissen angeeignet? • Lässt sich Ihr eigener Lebensstil mit den Bedürfnissen des Tieres vereinbaren? - Können Sie einen Teil Ihrer Freizeit auf das Tier abstimmen (ein Hund braucht je nach Größe mindestens 1-2 Stunden Auslauf pro Tag bei jedem Wetter)? - Können Sie damit leben, dass Ihr Hund Schmutz und Haare in Ihrer Wohnung hinterlässt? - Sind Sie bereit für mindestens 10 15 Jahre die Verantwortung zu übernehmen? - Sind eventuelle Lebensänderungen in absehbarer Zeit bekannt und können Sie auch dann für den Hund Sorge tragen? - Sind sie bereit mit dem Hund nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Tagen miteinander zusammen zu leben, z.B. wenn er irgendwelchen Unsinn angestellt hat? • Haben Sie genügend Zeit für die Pflege Ihres Hundes? - Können Sie gewährleisten, dass Ihr Hund täglich Futter und frisches Wasser bekommt? - Haben Sie genügend Zeit um Ihrem Hund die nötige Zuwendung zu kommen zu lassen? - Haben Sie genügend Zeit für die Fellpflege Ihres Hundes? • Ist das räumliche Umfeld für einen Hund gegeben? - Ist Tierhaltung in Ihrer Wohnung erlaubt? - Haben Sie genügend Platz für Ihren Hund? - Haben Sie noch andere Haustiere? Wenn ja überlegen Sie, ob sich Ihr Hund mit den anderen Tieren versteht! - Wie sieht es mit der Tiersicherheit in Ihrer Wohnung aus? • Sind Sie in der Lage für die Kosten aufzukommen? - Können Sie die täglichen Kosten für Futter aufbringen? - Können Sie die Kosten für die Grundausstattung (Spielzeug, Halsband, Leine, Behausung usw.) aufbringen? - Hunde müssen mehrmals im Jahr entwurmt und einmal im Jahr geimpft werden. Sind Sie in der Lage für diese Kosten aufzukommen? - Ihr Hund kann natürlich auch zwischenzeitlich einmal krank werden oder er muss ganz unverhofft operiert werden, was sehr hohe Kosten mit sich zieht. Sind Sie in der Lage für diese Kosten aufzukommen? - Außerdem bedenken Sie, dass Sie für Ihren Hund eine Haftpflichtversicherung abschließen müssen. - Des Weiteren müssen Sie Hundesteuer für Ihren Hund an die Stadt zahlen. - Um Ihnen einen Anhaltspunkt zu geben, was ein Tier pro Jahr an Kosten verursacht, hat die Zeitschrift „DAS TIER“ ausgerechnet, dass man mit Kosten von ca. 700 Euro pro Jahr für einen mittelgroßen Hund rechnen muss. • Wie sind die Reaktionen des menschlichen Umfelds? - Sind alle Mitglieder der Wohngemeinschaft damit einverstanden, dass ein Hund angeschafft wird? - Sind Kinder die im Haushalt mitleben alt und vernünftig genug? Bedenken Sie ein Hund ist kein Spielzeug! - Wie ist die Meinung von Bekannten und Freunde zum Thema Hund? Dürfen Sie Ihren Hund zu Ihren Freunden und Bekannten mitbringen? - Sie müssen sich im Klaren darüber sein, dass Sie in der heutigen Zeit von Nicht-Hundebesitzern angefeindet werden können, da die Gesellschaft heute zwischen Hundefreunde und Hundegegner gespalten ist. • Haben Sie gesundheitliche Probleme? - Leiden Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder unter einer Hundehaarallergie? • Was passiert mit dem Hund im Urlaub? - Am schönsten für Ihren Hund ist es natürlich immer, wenn er mit in den Urlaub fahren kann. Dann sollten Sie aber auch hundefreundlichen Urlaub machen. Temperaturen von 30 °C am Stand von Spanien sind für einen Hund weniger geeignet. - Wenn Ihr Hund nicht mit in den Urlaub genommen werden kann. Welche Unterbringungsmöglichkeiten gibt es? Es gibt Tierhotels, wo Sie Ihren Hund während des Urlaubs unterbringen können. Aber es ist jedoch Vorsicht geboten. Nicht jedes Tierhotel hält was es verspricht. Daher kontrollieren Sie genau, wo Ihr Hund die Zeit während ihres Urlaubs verbringt. Lassen Sie sich alles genau zeigen und fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt. Denn der Urlaub ist für den Menschen die schönste Zeit des Jahres. Soll es Ihrem Hund anders ergehen? • Was passiert mit Ihrem Hund wenn Sie einmal krank werden? - Gibt es Freunde oder Nachbarn die sich um Ihren Hund kümmern können? - Oder muss man auf ein Tierhotel zurückgreifen? • Wer kümmert sich um Ihren Hund falls er einmal krank wird? - Wer bringt das Tier zum Tierarzt? - Wer pflegt das Tier gesund? - Bedenken Sie, dass auch Aufgaben wie Erbrochenes und Durchfall aufwischen, stinkende und eiternde Wunden auswaschen o.ä. auf sie zukommen können! Sollten Sie sich vor solchen Tätigkeiten ekeln und im Notfall Ihrem Hund keine Hilfe garantieren können, sollte Sie die Anschaffung des Hundes noch einmal überdenken!
Woher hole ich den Hund? Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist der Züchter. Aber nun stellt sich die Frage, muss es denn immer ein Hund vom Züchter sein??? Manche Menschen argumentieren, dass sie eine bestimmt Rasse möchten, die es nicht im Tierheim gibt. Das ist nicht immer so. Es sitzen viele reinrassige Hunde in unseren Tierheimen. Mittlerweile gibt es auch schon Vereine, die sich nur um bestimmte Rassen kümmern. Manche Menschen scheuen sich trotzdem einen Hund aus dem Tierheim zu sich zu nehmen, da sie nicht wissen, was der Hund schon alles erlebt hat und außerdem lieber einen Welpen möchte. Natürlich geben auch viele Welpen die in Tierheimen, auf ein schönes Zuhause warten. Aber bei fast allen Hunden kann das Tierheimpersonal sagen, wie sich der Hund in bestimmten Situationen verhält, da dies vorher getestet wurde. Möglicherweise muss man Tierheimhunden nur ein wenig mehr Zeit geben. Aber hat sich der Hund erst einmal richtig eingelebt, wird er es Ihnen in Form von Liebe und Anhänglichkeit sehr danken, dass Sie ihm ein neues Zuhause gegeben haben. Es wäre schön, wenn Sie sich für ein Tier aus einem Tierheim entscheiden und nicht nur die Züchter unterstützen würden. Es gibt schon genügend Hunde auf dieser Welt. Denkt man nur einmal an die Straßenhunde. Natürlich besteht auch die Möglichkeit einem solchen Hund ein schönes Zuhause zu geben. Es gibt viele Vereine die sich um Straßenhunde im Ausland kümmern. Christoph Engels |
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