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Über den Umgang mit Wildvögeln |
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Viele Arten von Vögel leben in unserer heimischen Natur. Jeder von ihnen kennt wahrscheinlich Rabenvögel wie die Elster, Greifvögel wie den Mäusebussard oder Wasservögel wie den Haubentaucher. Auch Amseln, Drosseln, Meisen, Rotkehlchen oder Spatzen sind sicherlich den meisten Menschen vertraute Wildvögel. Anders als Käfigvögel wie Wellensittiche, Papageien oder Kanarienvögel sind diese Tiere nicht auf unsere Betreuung und Pflege angewiesen. Daher darf man Wildvögel niemals einfangen oder diese gar in einen Käfig sperren. Die Vögel würden sich vor Angst höchstwahrscheinlich das Genick brechen. Leider kommt es immer wieder vor, dass verlassene Jungvögel mit nach Hause genommen werden. Viele Tiere sterben dann wegen falscher Fütterung, einer falschen Unterbringung oder sehr häufig aus Angst. In der Regel sind dieses aber keinesfalls verlassene Tiere, da die Jungvögel kurz vor dem Flüggewerden ihre Nester verlassen und immer noch von ihren Eltern gefüttert werden. Vögel orientieren sich nicht am Geruch ihres Nachwuchses, sondern orientieren sich an deren Lauten. Was ist nun zu tun, wenn sie einen Wildvogel finden? - Zunächst sollten sie den Vogel erst einmal 1-2 Std. beobachten, ob er wirklich verlassen ist und dabei natürlich einen gebührenden Abstand einhalten. - Wenn Gefahr durch Straßenverkehr etc. besteht, setzen sie das Jungtier einfach in das nächste Gebüsch oder die nächste Hecke. - Sollte der Jungvogel wenig oder sogar unbefiedert sein, so versuchen sie ihn nach Möglichkeit wieder in das Nest zu setzen. - Stellt sich heraus, dass es sich wirklich einmal um ein verlassenes Vogeljunges handelt, so setzen sie sich am besten mit Vereinen in Verbindung, die Erfahrung mit der Aufzucht und der anschließender Auswilderung haben, bevor Sie einen Wildvogel mit nach hause nehmen und ihn damit aus seiner natürlichen Umgebung reißen. Tierschutzvereine oder Tierheime verfügen über solche Adressen und helfen sicher gerne weiter. - Findet man einen Vogel, der offensichtlich verletzt ist (gebrochene Beine oder Flügel), so sollte dieser in einem dunklen Karton oder einer Kiste sofort zum Tierarzt gebracht werden. Viele Tierärzte berechnen für die Behandlung von Fundtieren keine Kosten. - Niemals sollten sie ohne Erfahrung selbst Medikamente geben oder das Tier in einer anderen Form behandeln. Das wird in der Regel das Todesurteil für die Vögel sein. Auch wenn Wildvögel unter normalen Umständen nicht auf die Hilfe von uns Menschen angewiesen sind, freuen sie sich doch über Futter im Winter. Beachten sie aber dabei, dass ausschließlich bei geschlossener Schneedecke oder nach mehreren Frosttagen gefüttert werden darf. Monika Mühlenbrock
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